Escape Game: Thermo-Control Challenge – Temperaturregelung: Unterschied zwischen den Versionen

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= Funktionaler Systementwurf =
= Funktionaler Systementwurf =
Der funktionale Systementwurf des Projekts „Thermo-Control Challenge“ beschreibt die logische Struktur, die Funktionsweise sowie das Zusammenwirken der einzelnen Systemkomponenten. Ziel ist es, ein autark arbeitendes System zu entwickeln, das eine vorgegebene Solltemperatur in einer geschlossenen Kammer automatisch regelt und gleichzeitig als interaktives Rätsel im Rahmen eines Escape-Room-Konzepts fungiert. Der Entwurf zeigt die Wechselwirkungen zwischen Sensorik, Signalverarbeitung, Aktorik und Benutzerinteraktion sowie die Funktionsketten, die für eine stabile Regelung erforderlich sind.
Das funktionale System des Thermo-Control-Escape-Games ist darauf ausgelegt, eine intuitive und interaktive Regelungsaufgabe zu bieten, bei der die Spieler durch gezielte Temperaturveränderung eine Aufgabe lösen müssen. Der zentrale Auslöser des Spiels ist das Einschalten des Systems über die Spannungsversorgung. Sobald das System gestartet ist, wird automatisch der Mikrocontroller aktiviert, der alle Sensoren initialisiert und die Mess- und Regelungsschleife startet.


Das System erfasst kontinuierlich die Temperatur im Inneren des Gehäuses mithilfe eines digitalen Temperatursensors (DS18B20 oder DHT22). Diese Messdaten werden an den Mikrocontroller (Arduino Nano) übermittelt, der als zentrale Recheneinheit alle Signale verarbeitet. Innerhalb des Controllers erfolgt zunächst ein Soll-Ist-Vergleich, bei dem die gemessene Temperatur mit dem vorgegebenen Sollwert verglichen wird. Die daraus resultierende Regelabweichung dient als Eingangssignal für den implementierten PID-Regler, der die Stellgröße berechnet und in ein PWM-Signal umwandelt. Dieses Signal steuert die angeschlossenen Aktoren – das PTC-Heizelement und den 5-Volt-Lüfter – in Abhängigkeit von der ermittelten Temperaturabweichung an.
Nach der Initialisierung zeigt das OLED-Display sofort eine verständliche Statusmeldung an, beispielsweise „System bereit – Zieltemperatur 25 °C“. Gleichzeitig beginnt der Regelkreislauf mit der kontinuierlichen Erfassung der Umgebungstemperatur über den digitalen Temperatursensor DS18B20. Der aktuelle Temperaturwert wird in Echtzeit erfasst und fortlaufend mit dem vordefinierten Sollwert verglichen.


Liegt die Ist-Temperatur unter dem Sollwert, aktiviert der Regler das PTC-Heizelement, um Wärme in die Kammer einzubringen. Überschreitet die Temperatur den Sollwert, wird automatisch der Lüfter angesteuert, um überschüssige Wärme abzuführen. Durch die kontinuierliche Anpassung beider Stellglieder erreicht das System eine stabile Temperaturregelung mit minimalem Überschwingen. Der gesamte Prozess läuft in Echtzeit und ist so ausgelegt, dass das thermische Verhalten des Systems selbst bei externen Störungen, wie Luftzug oder Handwärme, dynamisch kompensiert wird.
Das Ziel der Spieler besteht darin, die Temperatur innerhalb der Versuchskammer durch gezielte äußere Einflüsse – beispielsweise durch Wärmezufuhr mit der Hand oder durch leichte Luftbewegung – auf den richtigen Sollwert zu bringen und diesen stabil zu halten. Das System selbst reagiert automatisch auf Temperaturabweichungen, indem es bei zu niedriger Temperatur das PTC-Heizelement aktiviert und bei zu hoher Temperatur den Lüfter einschaltet. Dadurch ergibt sich ein dynamisches Zusammenspiel zwischen menschlichem Eingriff und automatischer Regelung.


Zur Nutzerinformation wird die aktuelle Temperatur auf einem OLED-Display ausgegeben. Dadurch können die Spielenden den Verlauf der Temperatur in Echtzeit beobachten und ihr Verhalten darauf abstimmen. Sobald das System erkennt, dass die Temperatur über einen Zeitraum von mindestens zehn Sekunden innerhalb des Toleranzfensters von ± 0,5 °C stabil bleibt, wird ein digitales Signal an den Servomotor ausgegeben. Dieser Motor dient als mechanischer Aktor und öffnet eine Klappe oder verriegelt einen Mechanismus, der den Erfolg der Aufgabe visuell und physisch bestätigt. Damit fungiert der Servo als Schnittstelle zwischen der technischen Regelung und der spielerischen Interaktion.
Der Mikrocontroller verarbeitet die Messwerte des Sensors und steuert die Aktoren (Heizung und Lüfter) über MOSFET-Leistungstreiber an. Gleichzeitig wird der aktuelle Temperaturwert auf dem OLED-Display angezeigt, sodass die Spieler jederzeit Rückmeldung über den aktuellen Systemzustand erhalten. Wenn die Temperatur über einen Zeitraum von mindestens zehn Sekunden innerhalb eines Toleranzbereichs von ±0,5 °C stabil bleibt, interpretiert das System dies als erfolgreiche Lösung.


Das gesamte System wird über eine externe Spannungsquelle (5–12 V) betrieben, die alle elektronischen Komponenten versorgt. Die Stromversorgung erfolgt über eine DC-Buchse, während MOSFET-Treiber die Ansteuerung der Lasten (Heizung und Lüfter) übernehmen. Sicherheitsaspekte wie Überhitzungsschutz und Kurzschlusssicherung sind in die Schaltungslogik integriert, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Das Gehäuse besteht aus transparentem Acryl, wodurch der innere Aufbau sichtbar bleibt und der Regelungsprozess auch optisch nachvollzogen werden kann.
Als Rückmeldung für den Spieler löst der Mikrocontroller den Servomotor aus, der eine mechanische Klappe öffnet. Diese Bewegung dient als sichtbares Erfolgssignal und symbolisiert den Abschluss der Aufgabe. Optional kann zusätzlich eine LED aufleuchten, um den stabilen Zustand visuell zu bestätigen. Sollte die Temperatur den Sollwert nicht stabil halten, läuft das System weiter, bis die Bedingungen erneut erfüllt sind.


Der funktionale Systementwurf beschreibt somit ein vollständig geschlossenes Regelungssystem mit Sensor-, Regler- und Aktorebene. Die Funktionen sind logisch miteinander verknüpft und gewährleisten einen kontinuierlichen Informationsfluss von der Messung über die Verarbeitung bis zur Stellgrößenerzeugung. Durch die Integration des PID-Reglers in Verbindung mit Echtzeitanzeige und mechanischer Rückmeldung entsteht ein praxisnahes, didaktisch wertvolles System, das sowohl technische als auch interaktive Anforderungen erfüllt. Das Projekt verbindet damit klassische Elemente der Regelungstechnik mit anwendungsorientierten Aspekten des Systemdesigns und zeigt den Zusammenhang zwischen theoretischer Modellierung, praktischer Umsetzung und benutzerzentrierter Anwendung im Kontext des Studiengangs Business and Systems Engineering.
Dieses funktionale Zusammenspiel aus Sensorik, Regelung, Anzeige und mechanischer Rückmeldung sorgt für eine klare und unmittelbare Interaktion zwischen Spieler und System. Der Aufbau fördert das Verständnis für grundlegende Prinzipien der Regelungstechnik und veranschaulicht, wie Mess-, Steuer- und Regelprozesse in einem geschlossenen System ineinandergreifen. Damit verbindet das Projekt technische Funktionalität mit spielerischer Motivation und trägt zur anschaulichen Vermittlung von Systemverständnis im Studiengang Business and Systems Engineering bei.


[[Datei:Funktionaler_Systementwurf_Regler.png|650px|Abb. 01: Konzeptdesign Thermo-Control Challenge – Temperaturregelung
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Abb. 01: Konzeptdesign Thermo-Control Challenge – Temperaturregelung
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[[Datei:Thermo-Control_Blockdiagramm.png|650px|Abb. 02: Thermo-Control_Blockdiagramm]]
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Abb. 02: Thermo-Control_Blockdiagramm
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= Technischer Systementwurf =
= Technischer Systementwurf =

Version vom 9. Oktober 2025, 23:52 Uhr

Autoren: Mohammed Yassine Houari
Betreuer: Marc Ebmeyer


Einleitung

Das Projekt „Thermo-Control Challenge“ entsteht im Rahmen des Fachpraktikums Mechatronik und verfolgt das Ziel, ein interaktives Lern- und Demonstrationssystem zu entwickeln, das technische Regelungstechnik mit spielerischen Elementen eines Escape-Room-Rätsels kombiniert. Die Aufgabe besteht darin, eine vorgegebene Soll-Temperatur in einer geschlossenen Kammer mithilfe eines automatischen Regelkreises zu erreichen und stabil zu halten. Sobald die Temperatur über einen definierten Zeitraum konstant bleibt, aktiviert ein Servomotor einen Mechanismus, der eine Klappe öffnet und den erfolgreichen Abschluss der Regelung anzeigt.

Der Schwierigkeitsgrad des Projekts ist als mittel bis hoch einzustufen, da sowohl elektronische als auch regelungstechnische Komponenten integriert werden. Neben der Auswahl und Ansteuerung geeigneter Sensoren und Aktoren wird ein PID-Regler auf einem Mikrocontroller (Arduino Nano) implementiert, dessen Parameter an das thermische System angepasst werden müssen. Dadurch werden analytisches Denken, präzises Vorgehen sowie Verständnis für dynamische Systeme gefordert.

Die Lernziele des Projekts liegen im praktischen Verständnis von Mess-, Steuer- und Regelvorgängen, in der Modellierung eines einfachen thermischen Systems sowie in der Implementierung und Optimierung eines geschlossenen Regelkreises. Darüber hinaus werden Kenntnisse in Sensorik, Signalverarbeitung, Systemverhalten und Prozessstabilität vertieft. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Fähigkeit, die technische Funktion mit einer benutzerorientierten Spiellogik zu verbinden.

Der Bezug zum Studiengang Business and Systems Engineering (BSE) zeigt sich in der Verbindung von technischen, systemischen und organisatorischen Aspekten. Das Projekt fördert das Verständnis komplexer technischer Systeme, die Fähigkeit zur ganzheitlichen Analyse von Prozessen sowie das Denken in Wirkzusammenhängen zwischen Technik, Steuerung und Anwendung. Damit trägt die Arbeit direkt zur Entwicklung von Kompetenzen bei, die für die spätere Tätigkeit in den Bereichen Prozessautomatisierung, Systementwicklung und technische Projektkoordination relevant sind

Anforderungen

Tabelle 1: Anforderungen an das Escape Game
ID Inhalt Prio Ersteller Datum Geprüft von Datum
1 Das System muss eine Temperatur zwischen 15 °C und 40 °C messen und anzeigen können. 1 M. Y. Houari 09.10.2025
2 Die Temperaturanzeige muss mit einer Genauigkeit von ±0,5 °C erfolgen. 1 M. Y. Houari 09.10.2025
3 Die gemessene Temperatur muss auf einem OLED-Display in Echtzeit dargestellt werden 2 M. Y. Houari 09.10.2025
4 Das System muss automatisch eine Soll-Temperatur (z. B. 25 °C) regeln und halten können. 1 M. Y. Houari 09.10.2025
5 Die Temperaturregelung muss über einen PID-Regler erfolgen, der auf einem Mikrocontroller (Arduino Nano) implementiert ist. 2 M. Y. Houari 09.10.2025
6 Bei Abweichungen > 0,5 °C muss der Regler die Heiz- oder Lüfterleistung automatisch anpassen. 1 M. Y. Houari 09.10.2025
7 Der Lüfter muss automatisch aktiviert werden, wenn die Ist-Temperatur über dem Sollwert liegt. 2 M. Y. Houari 09.10.2025
8 Das PTC-Heizelement muss automatisch aktiviert werden, wenn die Ist-Temperatur unter dem Sollwert liegt. 2 M. Y. Houari 09.10.2025
9 Wenn die Soll-Temperatur über einen Zeitraum von mindestens 10 s stabil bleibt, muss der Servo-Motor eine Klappe öffnen. 1 M. Y. Houari 09.10.2025
10 Das System darf nur mit einer Versorgungsspannung zwischen 5 V und 12 V betrieben werden. 3 M. Y. Houari 09.10.2025
11 Die Komponenten müssen in einem geschlossenen, wärmeisolierten Gehäuse aus Acryl montiert sein. 3 M. Y. Houari 09.10.2025
12 Alle Funktionen müssen ohne PC-Verbindung autark ablaufen. 2 M. Y. Houari 09.10.2025
13 Das System muss gegen Kurzschluss und Überhitzung abgesichert sein. 2 M. Y. Houari 09.10.2025
14 Der Aufbau muss innerhalb von fünf Minuten betriebsbereit sein. 3 M. Y. Houari 09.10.2025
15 Das System muss leicht transportierbar und für Schulungszwecke wiederverwendbar sein. 3 M. Y. Houari 09.10.2025

Funktionaler Systementwurf

Das funktionale System des Thermo-Control-Escape-Games ist darauf ausgelegt, eine intuitive und interaktive Regelungsaufgabe zu bieten, bei der die Spieler durch gezielte Temperaturveränderung eine Aufgabe lösen müssen. Der zentrale Auslöser des Spiels ist das Einschalten des Systems über die Spannungsversorgung. Sobald das System gestartet ist, wird automatisch der Mikrocontroller aktiviert, der alle Sensoren initialisiert und die Mess- und Regelungsschleife startet.

Nach der Initialisierung zeigt das OLED-Display sofort eine verständliche Statusmeldung an, beispielsweise „System bereit – Zieltemperatur 25 °C“. Gleichzeitig beginnt der Regelkreislauf mit der kontinuierlichen Erfassung der Umgebungstemperatur über den digitalen Temperatursensor DS18B20. Der aktuelle Temperaturwert wird in Echtzeit erfasst und fortlaufend mit dem vordefinierten Sollwert verglichen.

Das Ziel der Spieler besteht darin, die Temperatur innerhalb der Versuchskammer durch gezielte äußere Einflüsse – beispielsweise durch Wärmezufuhr mit der Hand oder durch leichte Luftbewegung – auf den richtigen Sollwert zu bringen und diesen stabil zu halten. Das System selbst reagiert automatisch auf Temperaturabweichungen, indem es bei zu niedriger Temperatur das PTC-Heizelement aktiviert und bei zu hoher Temperatur den Lüfter einschaltet. Dadurch ergibt sich ein dynamisches Zusammenspiel zwischen menschlichem Eingriff und automatischer Regelung.

Der Mikrocontroller verarbeitet die Messwerte des Sensors und steuert die Aktoren (Heizung und Lüfter) über MOSFET-Leistungstreiber an. Gleichzeitig wird der aktuelle Temperaturwert auf dem OLED-Display angezeigt, sodass die Spieler jederzeit Rückmeldung über den aktuellen Systemzustand erhalten. Wenn die Temperatur über einen Zeitraum von mindestens zehn Sekunden innerhalb eines Toleranzbereichs von ±0,5 °C stabil bleibt, interpretiert das System dies als erfolgreiche Lösung.

Als Rückmeldung für den Spieler löst der Mikrocontroller den Servomotor aus, der eine mechanische Klappe öffnet. Diese Bewegung dient als sichtbares Erfolgssignal und symbolisiert den Abschluss der Aufgabe. Optional kann zusätzlich eine LED aufleuchten, um den stabilen Zustand visuell zu bestätigen. Sollte die Temperatur den Sollwert nicht stabil halten, läuft das System weiter, bis die Bedingungen erneut erfüllt sind.

Dieses funktionale Zusammenspiel aus Sensorik, Regelung, Anzeige und mechanischer Rückmeldung sorgt für eine klare und unmittelbare Interaktion zwischen Spieler und System. Der Aufbau fördert das Verständnis für grundlegende Prinzipien der Regelungstechnik und veranschaulicht, wie Mess-, Steuer- und Regelprozesse in einem geschlossenen System ineinandergreifen. Damit verbindet das Projekt technische Funktionalität mit spielerischer Motivation und trägt zur anschaulichen Vermittlung von Systemverständnis im Studiengang Business and Systems Engineering bei.

            Abb. 01: Konzeptdesign Thermo-Control Challenge – Temperaturregelung
                    Abb. 01: Konzeptdesign Thermo-Control Challenge – Temperaturregelung



            Abb. 02: Thermo-Control_Blockdiagramm
                                  Abb. 02: Thermo-Control_Blockdiagramm

Technischer Systementwurf

Das Thermo-Control-Escape-Game ist so konzipiert, dass die Aufgabe innerhalb eines festgelegten Zeitraums lösbar ist. Das System startet automatisch, sobald die Spannungsversorgung über die DC-Buchse aktiviert wird. Durch diesen Mechanismus wird die gesamte Steuerelektronik mit Spannung versorgt, der Mikrocontroller initialisiert die Sensorik und das OLED-Display zeigt den aktuellen Startzustand an. Parallel wird eine kurze Systemdiagnose durchgeführt, um sicherzustellen, dass Sensor, Aktoren und Display betriebsbereit sind.

Das zentrale Element des Systems ist der digitale Temperatursensor (DS18B20), der die aktuelle Temperatur im Inneren der Versuchskammer erfasst. Der ermittelte Messwert wird an den Arduino-Nano-Mikrocontroller übermittelt, der den Soll-Ist-Vergleich durchführt. Weicht die gemessene Temperatur vom festgelegten Sollwert ab, berechnet der integrierte PID-Regler die notwendige Stellgröße. Diese wird als PWM-Signal an die Leistungstreiber (MOSFETs) ausgegeben, die entweder das PTC-Heizelement oder den 5-Volt-Lüfter ansteuern. Auf diese Weise wird die Temperatur automatisch erhöht oder gesenkt, bis der Sollwert erreicht und über einen definierten Zeitraum stabil gehalten wird.

Das OLED-Display dient zur Visualisierung des aktuellen Systemzustands. Es zeigt in Echtzeit die gemessene Temperatur, den Sollwert sowie den Betriebsmodus der Regelung (Heizen, Kühlen, Stabil). Wird der Sollwert innerhalb eines Toleranzbereichs von ± 0,5 °C über mindestens zehn Sekunden gehalten, sendet der Mikrocontroller ein Signal an den Servomotor (SG90). Dieser löst eine mechanische Verriegelung aus und öffnet eine kleine Klappe, die den erfolgreichen Abschluss des Rätsels anzeigt. Gleichzeitig kann optional eine Status-LED aktiviert werden, die visuelles Feedback über den erreichten Stabilitätszustand gibt.

Die Stromversorgung erfolgt über eine externe Gleichspannungsquelle (5–12 V DC), die über eine DC-Buchse eingespeist wird. Leistungsstärkere Komponenten wie Heizung und Lüfter werden direkt aus der Eingangsspannung versorgt, während der Arduino Nano über den integrierten Spannungsregler mit 5 V betrieben wird. Ein Elektrolytkondensator (470 µF) stabilisiert die Versorgungsspannung und kompensiert Lastschwankungen. Zusätzlich sorgen Gate- und Pull-Down-Widerstände für eine sichere MOSFET-Ansteuerung, um ungewollte Schaltvorgänge zu vermeiden.

Das gesamte System ist in einem transparenten Acrylgehäuse aufgebaut, das sowohl die Luftzirkulation als auch die Beobachtung des inneren Aufbaus ermöglicht. Der Temperatursensor befindet sich im Zentrum der Kammer, das Heizelement und der Lüfter sind an gegenüberliegenden Seiten montiert, um eine gleichmäßige Temperaturverteilung zu gewährleisten. Der Servomotor ist im oberen Bereich des Gehäuses angebracht und mechanisch mit der Auslösevorrichtung verbunden. Diese Anordnung gewährleistet eine klare Struktur, einfache Wartung und eine gute Wärmeabfuhr.

Das System arbeitet vollständig autonom und benötigt keine externe Programmsteuerung. Alle Funktionen – von der Messwerterfassung über die Regelung bis zur mechanischen Ausgabe – werden intern durch den Mikrocontroller koordiniert. Dadurch entsteht ein robustes und didaktisch wertvolles Gesamtsystem, das die Prinzipien der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik praxisnah demonstriert und gleichzeitig als interaktives Escape-Game-Element eingesetzt werden kann.

Komponentenspezifikation

Tabelle 2: Stückliste
ID Anzahl Kosten pro Stück € Summe Bezeichnung / Komponente technische Bezeichnung Beschreibung Link
1 1x 23,70€ 23,70€ Mikrocontroller-Board Arduino Nano V3.0 Mikrocontroller als zentrale Steuereinheit; verarbeitet Sensorwerte, regelt Aktoren und steuert Anzeige.
2 1x 8.39€ 8.39€ Temperatursensor DS18B20 digital Digitaler Temperaturfühler (1-Wire-Protokoll); Messbereich -55 bis +125 °C; Genauigkeit ±0,5 °C.
3 1x OLED-Display 0.96" I²C OLED 128×64 Anzeige der Ist-Temperatur in Echtzeit; Kommunikation über I²C (SDA/SCL).
4 1x Heizelement PTC-Heizung 12 V / 50 W Selbstbegrenzendes Heizelement zur Erzeugung von Wärme; temperaturstabil und kurzschlussfest.
5 1x Lüfter 5 V DC Fan Ø 40 mm Lüfter zur Kühlung der Kammerluft bei Temperaturüberschreitung; PWM-steuerbar.
6 1x Servomotor SG90 Micro Servo 180° Drehservo; 5 V Versorgung; dient als mechanische Entriegelung (Klappe öffnen).
7 2x MOSFET-Treiber IRLZ44N N-MOSFET Leistungs-MOSFET zur Schaltung von Heizung und Lüfter; Logikpegel-kompatibel mit Arduino.
8 2x Widerstände 100 Ω / 100 kΩ Gate-Widerstände und Pull-Downs für MOSFET-Steuerung; schützen vor Fehlansteuerung.
9 1x Kondensator 470 µF / 16 V Pufferkondensator zur Stabilisierung der Versorgungsspannung.
10 1x DC-Buchse 5.5 × 2.1 mm Barrel Jack Eingangsbuchse zur Spannungsversorgung (5–12 V DC).
11 1x Acrylgehäuse 150 × 100 × 70 mm Transparentes Gehäuse zur Aufnahme aller Komponenten; isoliert und erlaubt Sicht auf Innenraum.
12 1x Relaismodul (optional) SRD-05VDC-SL-C Schaltmodul für zusätzliche Sicherheitsabschaltung bei Überhitzung.
13 1x Kabelsatz & Steckverbinder Dupont / JST Verbindung zwischen Komponenten; dient zur Signalübertragung.
14 1x Schraubklemmen 2-Pin 5.08 mm Anschlussklemmen für Heizung und Lüfter.

Umsetzung (HW/SW)

Komponententest

Ergebnis

Zusammenfassung

Lessons Learned

Projektunterlagen

Projektplan

Projektdurchführung

YouTube Video

Weblinks

Literatur


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