Escape Game: Rätselbox
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| Autoren: | xiangyao Liu , yunkai Lin |
| Betreuer: | Marc Ebmeyer |
Einleitung
Dieses Projekt basiert auf der Handlung der Kapitel 4 bis 7 des vierten Bandes des Mangas „Detektiv Conan“. In der Geschichte platziert der Täter eine Bombe in einem Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszug. Fällt die Geschwindigkeit des Zuges unter 80 km/h, explodiert die Bombe. Conan muss den Fall noch im Zug lösen, um den Täter zu identifizieren und die Krise abzuwenden. Sein Kombinationsprozess stützt sich dabei maßgeblich auf die Schlüsselzahl 80, aus der er weitere Informationen ableitet.
In unserem Projekt erhalten die Spieler durch das erfolgreiche Absolvieren des Labyrinths im ersten Level ebenfalls eine Schlüsselzahl. Anhand verschiedener Hinweise müssen die Spieler von dieser Zahl ausgehend auf die entsprechenden Lösungen schließen. Jede dieser Lösungen stellt ein notwendiges Passwort für das finale Level des Spiels dar. Die Spieler müssen die Passwörter mit den Hinweisen kombinieren, um das letzte Rätsel zu lösen und das Spiel erfolgreich abzuschließen.
Der Schwierigkeitsgrad ist mittel. Das Spiel erfordert grundlegendes logisches Denken und eine gewisse Geschicklichkeit beim Bedienen der Sensoren, ist aber dank visueller Rückmeldungen (LEDs und Display) sowohl für Kinder als auch Erwachsene geeignet. Die Aufgaben sind so gestaltet, dass sie ohne Fachwissen, aber mit Konzentration und Beobachtung lösbar sind.
Der Lerneffekt besteht in der Verbindung von logischem Denken und physikalischer Wahrnehmung. Die Spieler verstehen im Spiel, wie Sensoren funktionieren, wie Zahlenwerte in reale Handlungen umgesetzt werden können und trainieren dabei ihre Problemlösungsfähigkeit sowie ihre Feinmotorik.
Zur Realisierung des Projekts wird die Entwicklungsumgebung MATLAB/Simulink in Verbindung mit dem Arduino Mega 2560 verwendet. Dabei werden alle Systemkomponenten – Sensoren, Aktoren, Steuerlogik und Anzeigeelemente – in Simulink als funktionale Blöcke modelliert. Das Verhalten des Systems kann zunächst im Simulink-Modell simuliert und anschließend über die automatische Codegenerierung direkt auf die Arduino-Hardware übertragen werden . Dadurch wird ein durchgängiger Model-Based Design-Ansatz umgesetzt, wie er im Systems Engineering zentral ist.
Anforderungen
| ID | Inhalt | Prio | Ersteller | Datum | Geprüft von | Datum | Umsetzung der Anforderung in %; Prüfer |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Das Spiel muss in 5 Minuten lösbar sein. | Mittel | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 2 | Das Labyrinth-Spiel startet beim Drücken von Taste 1. | Hoch | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 3 | Hinweise und Rückmeldungen für die Spieler*innen werden über das OLED-Display angezeigt. | Mittel | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 4 | Der Wägezellen-Sensor kann das aufgelegte Gewicht zuverlässig messen. | Hoch | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 5 | Der Ultraschallsensor kann den Abstand der Hand zum Sensor zuverlässig messen. | Mittel | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 6 | Der Drehwinkelsensor kann die horizontale Rotation des Kastens zuverlässig erfassen. | Hoch | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 7 | Die Überprüfung der Bedingungen (Abstand, Winkel, Gewicht) beginnt beim Drücken von Taste 2. | Hoch | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 8 | Wenn eine Aufgabe (Gewicht, Abstand, Winkel) korrekt ist, leuchtet die entsprechende LED grün, andernfalls rot. | Hoch | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 9 | Beim Bestehen des Labyrinths leuchtet die entsprechende LED grün und das OLED zeigt „Erfolg“ an, andernfalls wird die LED rot und das OLED zeigt „Fehlgeschlagen“ an. | Mittel | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 10 | Wenn alle drei Aufgaben korrekt sind und mindestens 3 Sekunden lang erfüllt bleiben, leuchten alle LEDs grün. | Mittel | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 11 | Das Endergebnis (Zahlencode) wird auf dem OLED-Display angezeigt. | Mittel | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 12 | Der Drehencoder kann die Spielfigur im Labyrinth korrekt steuern. | Niedrig | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 13 | Das System muss auch ohne Internet funktionieren. | Niedrig | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 14 | Das System muss in eine tragbare Box integriert werden. | Mittel | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 15 | Das Spiel muss benutzerfreundlich und sowohl für Kinder als auch Erwachsene geeignet sein. | Hoch | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin | ||
| 16 | Während des Spiels dürfen keine externen Hilfsmittel (z. B. Waage, Lineal) verwendet werden. | Hoch | xiangyao Liu,yunkai Lin | 02.10.2025 | Xiangyao Liu, Yunkai Lin |
Funktionaler Systementwurf

Das Spiel gliedert sich in zwei Abschnitte.
Im ersten Abschnitt muss der Spieler den OLED-Bildschirm auf der Box finden und das darauf dargestellte Labyrinthspiel mithilfe eines Drehgebers lösen. Nach erfolgreichem Abschluss des Labyrinths erhält der Spieler die erste Schlüsselzahl.
Anschließend beginnt der zweite Abschnitt. Hier muss der Spieler anhand von Hinweisen verschiedene Berechnungen mit der ersten Schlüsselzahl durchführen, um drei neue Schlüsselzahlen zu ermitteln. Diese drei Zahlen sind jeweils einem der drei folgenden Rätsel zugeordnet. Das erste Rätsel besteht darin, entsprechend der neuen Zahl passende Gewichtsstücke auszuwählen, die von einem Schwerkraftsensor gemessen werden. Beim zweiten Rätsel muss die Box um einen Winkel gedreht werden, der durch die neue Schlüsselzahl vorgegeben ist. Das dritte Rätsel erfordert das Platzieren eines Hindernisses (hierfür kann auch die Hand dienen), dessen Abstand zum Ultraschallsensor der neuen Schlüsselzahl entsprechen muss.
Jede dieser Aufgaben wird automatisch überprüft. Wenn die Messwerte innerhalb des erlaubten Toleranzbereichs liegen, leuchtet die entsprechende LED grün. Nach dem erfolgreichen Bestehen aller Aufgaben wird auf dem OLED-Display „Erfolg“ angezeigt und ein Zahlencode freigegeben.
Technischer Systementwurf
Die technische Systemarchitektur beschreibt ein mikrocontroller-gesteuertes interaktives Spielsystem mit mehrstufiger Eingabeverarbeitung. Die Stromversorgung liefert die erforderliche Energie für alle Komponenten.
Das System gliedert sich in drei funktionale Ebenen: Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe. Auf der Eingabeebene erfassen ein Drehgeber und zwei Tasten die Benutzerbefehle zur Spielsteuerung, während Sensoren (Gewichts-, Winkel- und Abstandssensoren) kontinuierlich physikalische Messdaten sammeln.
Der Mikrocontroller fungiert als zentrale Verarbeitungseinheit, die alle Eingangssignale empfängt, die Spiellogik ausführt und die Bedingungsüberprüfung durchführt. Er verarbeitet die Messdaten der Sensoren in Echtzeit und vergleicht sie mit den vorgegebenen Zielwerten.
Die Ausgabeeinheit besteht aus einem OLED-Display zur visuellen Darstellung des Spielverlaufs und der Systemmeldungen sowie einer LED-Anzeige zur Signalisierung des Erfolgszustands. Das Display zeigt während des Spiels das Labyrinth, Statusinformationen und den generierten Code an, während die LED als binäres Signal für Erfolg oder Misserfolg dient.
Durch diese Systemarchitektur wird ein durchgängiger Datenfluss von der Eingabeerfassung über die intelligente Signalverarbeitung bis zur benutzerfreundlichen Ergebnisdarstellung gewährleistet. Die modulare Struktur ermöglicht eine flexible Anpassung und Erweiterung einzelner Komponenten.


Materialliste
| Nr. | Anz. | Komponente | Beschreibung | Link |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 1 | Arduino Mega 2560 | Microcontroller | ARD MEGA2560 R3 Arduino kompatibles Mega 2560 R3 Board |
| 2 | 1 | SSD1306 I²C 128x64 | Display | SSD1306 |
| 3 | 1 | SEN-PRESSURE02 | Drucksensor | ARD SEN PRESSURE Arduino - Drucksensor, 0 g bis 2 kg |
| 4 | 1 | KY-040 | Drehgeber | KY-040 |
| 5 | 1 | HC-SR04 | Ultraschall-Modul | HC-SR04 |
| 6 | 2 | Taster | Taster | Taster |
| 7 | 1 | MPU6050(I²C) | Beschleunigungs- und Gyroskop-Sensor | MPU6050 |
| 8 | 4 | LED | LED | Iduino SE010 RGB LED-Modul |
Komponentenspezifikation
Stückliste (BOM)
In der nachfolgenden Tabelle ist die Bill of Materials für das Projekt zu finden.
| ID | Anzahl | Kosten pro Stück € | Summe | Bezeichnung / Komponente | technische Bezeichnung | Beschreibung | Datenblatt | Abbildung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 1x | 19,30€ | 19,30€ | Arduino Mega | ARD MEGA2560 R3 Arduino kompatibles Mega 2560 R3 Board | Der Mircocontroller mit dem ATmega2560 verfügt über 54 digitale I/O - Schnittstellen. Des Weiteren sind 16 analoge Eingänge die die Verarbeitung analoger Signale vorhanden. | Datenblatt Arduino Mega | |
| 2 | 1x | 6,99€ | 6,99€ | SSD1306 I²C 128x64 | SSD1306 | Der SSD1306-Controller ermöglicht die Ansteuerung von OLED-Displays mit einer Auflösung von 128x64 Pixeln über I2C- oder SPI-Schnittstellen. | Datenblatt SSD1306 | |
| 3 | 1x | 4,03€ | 4,03€ | Drucksensor | ARD SEN PRESSURE Arduino - Drucksensor, 0 g bis 2 kg | Der Sensor ist für einen Messbereich von 0 bis 2 kg ausgelegt und liefert ein analoges Signal. | Datenblatt Drucksensor |
|
| 4 | 1x | 2,2€ | 2,2€ | KY-040 Drehgeber | KY-040 | Der inkrementale Drehgeber ermöglicht eine endlose 360°-Rotation und verfügt über einen integrierten Drucktaster. | Datenblatt KY-040 | |
| 5 | 1x | 3,80€ | 3,80€ | Ultraschall-Modul | HC-SR04 | Der Ultraschallsensor misst berührungslos Entfernungen von 2 cm bis 400 cm mittels Schallwellen. | Datenblatt Ultraschall | |
| 6 | 2x | 0,33€ | 0,66€ | Taster | Taster | Dieses Bauteil dient als taktiles Eingabeelement auf Leiterplatten und kehrt nach dem Loslassen automatisch in die Ausgangsposition zurück. | Datenblatt Taster |
|
| 7 | 1x | 5,50€ | 5,50€ | MPU6050 | MPU6050 | Der MPU6050 vereint ein 3-Achsen-Gyroskop und einen 3-Achsen-Beschleunigungssensor zu einer 6-Achsen-Motion-Tracking-Einheit. | Datenblatt MPU6050 |
|
| 8 | 4x | 2,49€ | 9,96€ | LED | Iduino SE010 RGB LED-Modul | Das RGB-LED-Modul ermöglicht durch die separate Ansteuerung der Kanäle Rot, Grün und Blau die Darstellung beliebiger Mischfarben. | Datenblatt LED |
|
Umsetzung (HW/SW)
Technische Daten der Sensoren
Hardware-Modul: Ultraschallsensor HC-SR04
Der HC-SR04 ist ein weit verbreitetes Modul zur berührungslosen Entfernungsmessung. Er nutzt das Sonar-Prinzip , um den Abstand zu Objekten zu erkennen.
Funktionsprinzip:
Das Modul sendet nach Erhalt eines Triggersignals automatisch Ultraschallwellen aus und misst die Zeitspanne bis zum Eintreffen des vom Objekt reflektierten Echos, um daraus unter Berücksichtigung der Schallgeschwindigkeit die Entfernung zum Objekt zu berechnen.
Berechnungsformel
Die Distanz wird berechnet, indem die gemessene Zeitdauer des Echos mit der Schallgeschwindigkeit multipliziert und durch 2 geteilt wird .
In diesem Projekt dient das Modul als Kernkomponente für das "Level 2: Sensor-Herausforderung" (Sensor Challenge). Der Spieler muss seine Hand in einer bestimmten Höhe (9 cm - 11 cm) über den Sensor halten, um einen Teil des Rätsels zu lösen.
| HC-SR04 | |
|---|---|
| Messbereich | 3 - 400 cm |
| Versorgungsspannung | 5 V |
| Versorgungsstrom | 15 mA |
| Arbeitsfrequenz | 40 kHz |
| Messwinkel | 15 Grad |
| Genauigkeit | ca. 3mm |
Die Verbindung zwischen dem Ultraschallsensor HC-SR04 und dem Arduino Mega 2560 erfolgt über vier Pins. Die genaue Belegung in diesem Projekt ist wie folgt:
| HC-SR04 Pin | Arduino Mega Pin | Beschreibung |
|---|---|---|
| VCC | 5V | Stromversorgung |
| GND | GND | Ground |
| Trig | D7 | Trigger-Signal (Ausgang vom Arduino) |
| Echo | D6 | Echo-Signal (Eingang zum Arduino) |
Hardware-Modul: Ultraschallsensor KY-040
Der KY-040 ist ein inkrementaler Drehgeber, der Drehbewegungen in elektrische Signale umwandelt. In diesem Projekt fungiert der KY-040 als Hauptsteuergerät für das Labyrinth-Spiel (Level 1).
Drehen: Steuert die Bewegung des Spielers (hoch/runter oder links/rechts).
Drücken: Der integrierte Taster wechselt die Bewegungsachse (horizontal/vertikal).
Funktionsprinzip
Der KY-040 Inkrementalgeber wandelt mechanische Drehbewegungen in elektrische Impulse um. Das Kernprinzip beruht auf der Auswertung der Phasenverschiebung zwischen zwei Signalen, um die Drehrichtung zu bestimmen.


Interner Aufbau und Signalerzeugung
Wie in der Abbildung12 zu sehen ist, befindet sich im Inneren des Encoders eine Scheibe mit gleichmäßig verteilten Kontaktstellen, die mit dem gemeinsamen Pin C (Ground) verbunden sind.
Erzeugung der Rechtecksignale: Wenn der Knopf gedreht wird, rotiert diese Scheibe. Die Ausgänge A (CLK) und B (DT) berühren abwechselnd die Kontaktflächen der Scheibe.
Das Ergebnis: Durch diesen ständigen Wechsel zwischen Kontakt (Low) und keinem Kontakt (High) entstehen auf beiden Leitungen digitale Rechtecksignale.
Richtungserkennung
Um zwischen Rechts- und Linksdrehung zu unterscheiden, sind die Abnehmer für Signal A und Signal B phasenversetzt angeordnet. Das bedeutet, die Signale ändern sich nicht gleichzeitig, sondern nacheinander (um 90° versetzt). Der Mikrocontroller erkennt die Richtung, indem er prüft, welches Signal sich zuerst ändert.
Laut dem Abbildung13 gilt folgende Logik:
Im Uhrzeigersinn
Bei einer Rechtsdrehung eilt das Signal A dem Signal B voraus.
Signalverlauf: Der Zustand von Ausgang A ändert sich zuerst. Wenn Signal A seine Flanke wechselt (z. B. von High auf Low), hat Signal B seinen Zustand noch nicht geändert.
Erkennung: Der Mikrocontroller registriert eine Änderung an A. Da B zu diesem Zeitpunkt noch unverändert (statisch) ist, wird dies als Rechtsdrehung interpretiert.
Gegen den Uhrzeigersinn
Bei einer Linksdrehung kehrt sich die Reihenfolge um. Signal B eilt nun voraus.
Signalverlauf: Hier ändert sich der Zustand von Ausgang B zuerst.
Erkennung: Wenn der Mikrocontroller nun eine Änderung an A registriert, stellt er fest, dass B seinen Zustand bereits geändert hat . Dies wird als Linksdrehung interpretiert.
| KY-040 | |
|---|---|
| Betriebsspannung | 5V |
| Drehwinkel | 360° |
| Ausgang | 2-Bit-Grau-Code |
| Taster | Integrierter Push-Button |
| KY-040 Pin | Arduino Mega Pin | Beschreibung |
|---|---|---|
| VCC | 5V | Stromversorgung |
| GND | GND | Ground |
| SW | D5 | Taster-Signal |
| DT | D3 | Datensignal |
| CLK | D2 | Taktsignal |
Hardware-Modul: MPU6050
Der MPU6050 ist ein sogenanntes MEMS-Modul (Micro-Electro-Mechanical System), das einen 3-Achsen-Beschleunigungssensor und ein 3-Achsen-Gyroskop auf einem einzigen Chip vereint. In diesem Projekt wird es speziell zur präzisen Neigungserkennung eingesetzt.
| MPU-6050 | |
|---|---|
| Betriebsspannung | 3.3V - 5V |
| Schnittstelle | I2C (SDA/SCL) |
| Genutzter Sensor | 3 Beschleunigungs– und 3 Lageachsen |
| ADC-Auflösung | 16-Bit |
| Messbereich | ± 2, ± 4, ± 8, ± 16 g
± 250, ± 500, ± 1000, ± 2000°/s |
Funktionsprinzip:
Obwohl der MPU6050 auch über ein Gyroskop verfügt, nutzt dieses Projekt ausschließlich den Beschleunigungssensor zur Winkelbestimmung. Dies geschieht aus Gründen der Stabilität:
Problem mit dem Gyroskop: Das Gyroskop misst Winkelgeschwindigkeiten. Um daraus einen Winkel zu berechnen, müssen die Werte integriert werden. Dies führt über die Zeit zu einem sogenannten "Drift" (Weglaufen der Werte), wodurch der Nullpunkt instabil wird.
Lösung durch Beschleunigungssensor: Der Beschleunigungssensor misst die permanente Erdanziehungskraft (1g). Da die Schwerkraft eine konstante, vertikale Referenzgröße ist, liefert diese Methode einen absoluten und stabilen Neigungswinkel ohne Drift.
Das Prinzip basiert auf der Projektion des Schwerkraftvektors auf die drei Achsen (X, Y, Z) des Sensors. Wenn die Platine geneigt wird, "verteilt" sich die Schwerkraft auf die X- oder Y-Achsen.
Implementierungslogik:
Die Ermittlung der Neigung erfolgt im Mikrocontroller in zwei Schritten: Datenerfassung und trigonometrische Berechnung.
Schritt 1: Datenerfassung Der Arduino liest die Rohwerte des Beschleunigungssensors aus den Registern des MPU6050:
Ax: Beschleunigung entlang der X-Achse .
Ay: Beschleunigung entlang der Y-Achse .
Az: Beschleunigung entlang der Z-Achse .
Schritt 2: Winkelberechnung
Um den physikalischen Neigungswinkel in Grad zu erhalten, wird das Verhältnis der Achsenwerte zueinander mithilfe der Arkustangens-Funktion berechnet:
Roll-Winkel (Neigung Links/Rechts):
2. Pitch-Winkel (Neigung Vor/Zurück):
Das Ergebnis sind stabile Winkelwerte in Grad, die direkt für die Logiksteuerung verwendet werden.
| MPU6050 Pin | Arduino Mega Pin | Beschreibung |
|---|---|---|
| VCC | 5V | Stromversorgung |
| GND | GND | Ground |
| SDA | SDA | Serial Data |
| SCL | SCL | Serial Clock |
Hardware-Modul: OLED-Display (SSD1306)
Das OLED-Display (Organic Light Emitting Diode) ist die zentrale visuelle Schnittstelle dieses Projekts. Im Gegensatz zu herkömmlichen LCDs, die eine Hintergrundbeleuchtung benötigen, leuchten die Pixel bei einem OLED-Display von selbst.
In diesem Projekt dient das Display dazu, dem Spieler Echtzeit-Feedback zu geben. Es zeigt:
Den aktuellen Spielstatus und Erfolgs- oder Fehlermeldungen (z. B. "Winner!" oder "Game Over").
| SSD1306 | |
|---|---|
| Betriebsspannung | 3.3V - 5V |
| Schnittstelle | I2C (SDA/SCL) |
| Auflösung | 128 x 64 Pixel |
| Display-Technologie | OLED |
| Blickwinkel | > 160° |
Funktionsprinzip:
Ein OLED-Display besteht aus organischen dünnen Schichten, die zwischen zwei Leitern platziert sind. Wenn Strom fließt, emittieren diese Schichten Licht.
Speicherabbild (GDDRAM): Der SSD1306-Controller verfügt über einen internen Grafikspeicher (Graphic Display Data RAM). Der Mikrocontroller sendet Bilddaten über den I2C-Bus in diesen Speicher. Jeder Bit im Speicher entspricht einem Pixel auf dem Bildschirm (1 = Leuchten, 0 = Aus).
Vorteil gegenüber LCD: Da schwarze Pixel einfach "ausgeschaltet" sind , erreicht das Display einen extrem hohen Kontrast und verbraucht bei dunklen Bildern weniger Strom.
| SSD1306 Pin | Arduino Mega Pin | Beschreibung |
|---|---|---|
| VCC | 5V | Stromversorgung |
| GND | GND | Ground |
| SDA | SDA | Serial Data |
| SCL | SCL | Serial Clock |
PCB Entwicklung
Für mein Projekt wird ein Mikrocontroller benötigt, der Signale von den verwendeten Sensoren liest und die Aktoren steuert. Angesichts der beträchtlichen Anzahl von Sensoren, die in diesem Projekt zum Einsatz kommen, wurde der Arduino Mega2560 als Mikrocontroller ausgewählt, um einen Mangel an Pins zu vermeiden. Die Wahl fiel auf den Arduino Mega 2560, da dieser über umfangreiche Ressourcen zur Informationsverarbeitung sowie eine hohe Rechenleistung für Steuerungsaufgaben in Echtzeit verfügt. Ein entscheidender Vorteil ist zudem die große Anzahl an Header-Pins: Sie deckt den gesamten Bedarf für den Anschluss aller Sensoren und Aktoren ab und gewährleistet somit eine hohe Flexibilität für die weitere Hardware-Entwicklung.
Um den Montageprozess zu rationalisieren und elektrische Anschlussfehler zu vermeiden, wurde eine spezifische Leiterplatte (PCB) als zentrale Schnittstellenplatine entwickelt. Basierend auf dem elektrischen Anschlussschema für Aktoren, Sensoren und Steuerungen wurden die Stiftleisten präzise auf der Platine platziert und die Leiterbahnen entsprechend dem Schaltplan geroutet.
Da für dieses Projekt nicht der gesamte Funktionsumfang des Arduino Mega 2560 benötigt wird, wurde bei der Schnittstellenkonfiguration auf eine vollständige Replikation des Pin-Layouts verzichtet. Stattdessen wurden gezielt nur die benötigten Pins ausgewählt und positioniert. Dieser Ansatz schafft zusätzlichen Platz auf der Leiterplatte, was die Komplexität der Leitungsführung reduziert und das Design optimiert.
Komponententest
Ergebnis
Zusammenfassung
Lessons Learned
Projektunterlagen
Projektplan
Projektdurchführung
YouTube Video
Weblinks
Literatur
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