Hausautomation

Aus HSHL Mechatronik
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Autoren: Andreas Werning, Barinder Singh, Marvin Flach, Oluwatobiloba Oguntona

Betreuer: Prof. Michael Wibbeke & Marc Ebmeyer

Wintersemester: 2025/2026

Fachsemester: 7

→ zurück zur Übersicht: Praktikum Produktionstechnik

Smart Home
Smart Home Tür

















Einleitung

Im Rahmen des Praktikums im Bereich Produktionstechnik im siebten Semester des Mechatronik-Studiengangs an der HSHL wird ein Smart-Home-System entwickelt, das mit Hilfe einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) automatisierte Funktionen im Modellhaus realisiert. Ziel des Projekts ist es, ein intelligentes System zu schaffen, das die Temperatur im Haus automatisch reguliert und darüber hinaus Aufgaben wie z. B. das automatische Türöffnen realisiert. Die Entwicklung orientiert sich am V-Modell, mit klar definierten Schritten von der Anforderungsanalyse über den Entwurf bis hin zur Implementierung und Tests.

Aufgabenstellung und Zielsetzung

Aufgabe des Projekts ist die Planung, Implementierung und Inbetriebnahme eines automatisierten Hausmodells auf Basis der SPS. Hierfür sind geeignete Sensoren und Aktoren auszuwählen, anzuschließen und über eine Steuerungslogik zu verknüpfen. Die Steuerung soll insbesondere eine automatische Temperaturregelung ermöglichen und weitere definierte Funktionen, wie das Öffnen und Schließen einer Tür, zuverlässig ausführen. Ziel ist es, ein funktionsfähiges Gesamtsystem zu realisieren, das die definierten Anforderungen erfüllt, erfolgreich getestet wurde und durch eine vollständige technische Dokumentation nachvollziehbar beschrieben ist.

Vorgehensweise nach V-Modell

Das V-Modell (vgl. Abbildung 2) ist eine grafische Darstellung des Lebenszyklus einer Systementwicklung. Es wird verwendet, um strenge Entwicklungslebenszyklusmodelle und Projektmanagementmodelle zu erstellen. Diese Struktur wurde verwendet, da sie die durchzuführenden Aktivitäten und die Ergebnisse beschreibt, die während der Produktentwicklung erzielt werden müssen.

Abbildung 2: V-Modell [1]















Anforderungsdefinition

In diesem Abschnitt werden die Anforderungen des Projekts werden klar dokumentiert und in verschiedene Kategorien gegliedert. Die Anforderungen für dieses Projekt unterteilen sich in die Punkte: Aufbau, Software & Schnittstellen, Geometrie, Dokumentation.

Nr. Kategorie Anforderung Priorität
1 System Das Modellhaus muss zentral über die SPS Phoenix Contact AXC 1050 gesteuert werden Hoch
2 Sensorik Das System muss Temperatursensor zur Erfassung der Raumtemperatur besitzen Hoch
3 Sensorik Ein Bewegungsmelder muss Bewegungen im Erfassungsbereich erkennen können Hoch
4 Aktorik Heiz- bzw. Lüftungselemente müssen durch die SPS ansteuerbar sein Hoch
5 Aktorik Ein Servomotor muss zum Öffnen und Schließen der Tür eingesetzt werden Hoch
6 Aktorik Beim Öffnen der Tür muss die LED eingeschaltet sein, beim Schließen der Tür muss die LED ausgeschaltet sein. Hoch
7 Regelung Die Temperaturregelung muss automatisch in Abhängigkeit vom Messwert erfolgen Hoch
8 Steuerung Die Steuerungslogik muss in einer SPS-Programmiersprache umgesetzt werden Hoch
9 Funktion Wird eine Bewegung erkannt, muss die Tür automatisch geöffnet werden Hoch
10 Sicherheit Fehlfunktionen (z. B. Sensorausfall) müssen im Programm erkannt werden Hoch
11 Test Alle Funktionen müssen in einem Systemtest überprüft werden Hoch
12 Dokumentation Schaltpläne, Programmcode und Testergebnisse müssen dokumentiert werden Hoch

Fuktionaler Systementwurf

Das Hausautomationssystem besteht aus einer zentralen speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) sowie einem Arduino Uno-Mikrocontroller. Die SPS übernimmt die Erfassung und Verarbeitung der temperaturrelevanten Signale und steuert die angeschlossenen Aktoren. Hierzu misst ein NTC-Sensor kontinuierlich die Umgebungstemperatur, welche von der SPS ausgewertet wird, um das Peltier-Element zur Heiz- oder Kühlfunktion anzusteuern. Zusätzlich schaltet die SPS die Lampen zur Beleuchtung des Modellhauses. Für die Anwesenheits- und Türsteuerung wird ein Arduino eingesetzt, an den ein Bewegungsmelder angeschlossen ist. Erkennt der Bewegungsmelder eine Bewegung, steuert der Arduino einen Servomotor an, der das Öffnen und Schließen der Tür übernimmt. Die SPS und der Arduino arbeiten dabei funktional zusammen, sodass ein automatisierter, ereignisgesteuerter Betrieb des Systems gewährleistet ist.

Technischer Systementwurf

Komponentenspezifikation

In diesem Abschnitt werden die Aufgaben und allgemeine Informationen der ausgewählten Komponenten beschrieben.

Komponenten Beschreibung Abbildung
Arduino UNO R3 Der Arduino Uno ist ein weit verbreitetes und besonders einsteigerfreundliches Mikrocontroller-Board, das sich ideal für Lernzwecke, Prototyping und erste Elektronikprojekte eignet. Das Keyestudio Uno R3, vollständig kompatibel mit dem Arduino Uno R3, basiert auf dem ATmega328P-PU mit 16 MHz, arbeitet mit 5 V und bietet 14 digitale Ein-/Ausgänge (davon 6 mit PWM) sowie 6 analoge Eingänge. Mit 32 KB Flash, 2 KB SRAM und 1 KB EEPROM sowie USB-Anschluss, Strombuchse und ICSP-Headern enthält das Board alles Nötige für den Einstieg. Dank der großen Arduino-Community, umfangreicher Dokumentation und zahlreicher Erweiterungen lassen sich Projekte schnell, einfach und flexibel umsetzen. (zum Datenblatt) [2]
Abbildung x: Arduino Uno R3
Servomotor SG90 Ein Micro-Servo ist ein sehr kleiner, leichter Servo mit hoher Leistung, der sich etwa 180° drehen kann und sich leicht per Arduino-Bibliothek ansteuern lässt. Servos bestehen generell aus einem Elektromotor und einer integrierten Steuerelektronik, die elektrische Signale in mechanische Bewegung umwandelt, wie es im Modellbau weit verbreitet ist. Im Inneren misst ein Potentiometer die aktuelle Position, und eine Regeleinheit vergleicht Soll- und Istwert, um den Motor präzise auf die gewünschte Position zu bringen. (zum Datenblatt) [3]
Abbildung x: Servomotor SG90
Axiallüfter Der verwendete Axiallüfter der Firma Sunon weist Abmessungen von 40 × 40 × 20 mm auf, arbeitet mit einer Betriebsspannung von 24 V DC und besitzt eine Leistungsaufnahme von 0,84 W. Der Lüfter erreicht eine maximale Drehzahl von 7000 RPM sowie einen Luftdurchsatz von 8,9 CFM und ist mit einem Vapo-Lager ausgestattet; der Anschluss erfolgt über einen 2-Pin-Stecker. Zur Ansteuerung dieses Aktors wird ein digitaler Ausgang verwendet, dessen genaue Informationen in der entsprechenden Schaltungsdokumentation zu entnehmen sind. (zum Datenblatt) [4]
Abbildung x: Axiallüfter
Kühlkörper
RGB LED (zum Datenblatt) [5]
Abbildung x: RGB LED
Peltier-Element Ein Peltier-Element ist ein elektrisches Bauelement, welches bei Stromfluss eine Temperaturdifferenz erzeugt. Die Entstehung der Temperaturdifferenz basiert auf dem nach Jean Peltier benannten Peltier-Effekt. Das Peltier-Element ist eine Wärmepumpe und hat die gleiche Funktion wie ein Kühlschrank. Es kommt jedoch ohne mechanisch bewegliche Bauteile (Pumpe, Kompressor) und ohne Kühlmittel aus. Durch Umkehr der Stromrichtung kann der Wärmefluss ebenfalls gedreht werden. (zum Datenblatt) [6]
Abbildung x: Peltier-Element
Bewegungsmelder Bewegungsmelder schalten eine angeschlossene Beleuchtung ein, sobald Bewegungen in ihrer Nähe erkannt werden. Dies geschieht durch Sensoren, beispielsweise Hochfrequenz (HF) Sensoren, die mit elektromagnetische Wellen arbeiten. Infrarot oder PIR Melder hingegen erkennen Bewegungen anhand der Infrarot Strahlung sich bewegender Personen oder Tiere. (zum Datenblatt) [7]
Abbildung x: Bewegungsmelder
NTC Thermistor NTC steht für „Negative Temperature Coefficient“. NTC-Thermistoren sind Widerstände mit einem negativen Temperaturkoeffizienten, das heißt, ihr Widerstand nimmt mit steigender Temperatur ab. Sie werden hauptsächlich als Temperatursensoren sowie zur Strombegrenzung eingesetzt. Ihr Temperaturempfindlichkeitskoeffizient ist etwa fünfmal höher als der von Silizium-Temperatursensoren und ungefähr zehnmal höher als der von Widerstandsthermometern (RTDs). NTC-Sensoren werden typischerweise in einem Temperaturbereich von −55 bis +200 °C verwendet. (zum Datenblatt) [8]
Abbildung x: NTC Thermistor



Entwicklung des Hauses

CAD Modell des Hauses

Das Design und die Montage des Hauses wurden mit SolidWorks durchgeführt. Abbildung x zeigt das CAD-Modell des Hauses. Alle CAD-Daten finden Sie hier.

Abbildung x: CAD-Modell des Hauses




















Technische Zeichnung

Abbildung x: Vorderansicht
Abbildung x: Seitenansicht





















Programmierung

SPS

Arduino

  1. include <Servo.h> //Bibliothek einbinden

// Pin Belegung

const int Bewegungsmelder = 2; const int LED = 3; const int SPS = 4; const int ServoPin = 5;

Servo servoblau;

int Servo_Auf = 140; int Servo_Zu = 40;

void setup() {

 pinMode(Bewegungsmelder, INPUT);
 pinMode(LED, OUTPUT);
 pinMode(SPS, INPUT);
 servoblau.attach(ServoPin);
 servoblau.write(Servo_Zu);     
 Serial.begin(9600);

}

void loop() {

 bool Bewegung = digitalRead(Bewegungsmelder);
 bool SPS_Signal = digitalRead(SPS);


 // LED schalten
 if (Bewegung == HIGH) {
   digitalWrite(LED, HIGH);
 } else {
   digitalWrite(LED, LOW);
 }
 // Servo steuern
 if (SPS_Signal == HIGH) {
   servoblau.write(Servo_Auf);
 } else {
   servoblau.write(Servo_Zu);
 }
 delay(100);

}


Komponententest

Fazit und Ausblick

Lessons Learned

SPS Programmierung Solidworks Löten

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

→ zurück zur Übersicht: Praktikum Produktionstechnik